Aromatherapie

»Habt acht vor den Pflanzen, durch sie lebt alles«

Aromatherapie ist eine mehr als 500 Jahre alte bewährte Methode mit besonderem Ansatz in der ganzheitlichen Naturheilkunde. Schon die alten Ägypter, Sumerer, Assyrer, Chinesen, Römer und Polynesier setzten duftende Pflanzenessenzen ein. Man verwendete Duftstoffe für den Wohlgeruch in der Stadt aber auch für die Opfergaben ihrer Götter. Nach Epidemien und in Krankenstuben beobachtete man Reinigungseffekte durch Verbrennung aromatischer Hölzer, Zweige, Harze und Rinden. Der Rauch roch aromatisch und lies auch damals schon Beobachtungen zu. Der Anfang der Aromatherapie entstand. Doch der Begriff »Aromatherapie« geht auf einen französischen Chemiker namens Rene-Maurice Gattefossé aus dem kleinen südfranzösischen Ort Grasse zurück.

Aromatherapie ist ein Bereich der Phytotherapie. Ihre Anwendung beruht ebenso auf langjähriger, weltweiter Erfahrung wie auf wissenschaftlichen Untersuchungen.

Aromatherapie ist das Begleiten und Behandeln seelischer und körperlicher Beschwerden mit reinen ätherischen Ölen. Der sogenannten Seele der Blume, die meist unter aufwendigen Verfahren gewonnen wird. Schon Hildegard von Bingen (11. Jh.) lieferte detaillierte Pflanzen­beschreibungen und Einsatz­möglichkeiten, verlässlich und in einer jahrhundertlang nicht mehr erreichten Gründlichkeit. Sie war es auch die erstmals den Lavendel erwähnte und dessen Wirkung beschrieb.

Aromatherapie kann ein sanfter Weg zur Gesundheit sein.

Einsatz ätherischer Öle:

  • zu Hause
  • im Krankenhaus
  • in der Praxis
  • am Arbeitsplatz
  • im Kindergarten
  • an Erwachsenen wie Kindern, Schwangeren und älteren Menschen

Anwendungen:

  • Wickel und Kompressen
  • Voll- oder Teilbäder
  • Auflagen
  • Raumbeduftung / Raumreinigung
  • Ganz- oder Teilkörpermassagen
  • Inhalationen
  • Einreibungen

Mittlerweile sind einige Anwendungen der flüchtigen Stoffgemische wissenschaftlich belegt. Es gibt in vielen Bereichen eine nachweisbare Wirkung, und selbst in Kliniken wird die Aromatherapie im Rahmen der physikalischen Therapie eingesetzt. Dennoch ist die Aromatherapie nur eine Hilfsmethode. Bei Anwendungen wie beispielsweise Massagen und Bädern profitiert sie auch von der Entspannung und der menschlichen Zuwendung.

Sensibler Sinn - Wie der Mensch riecht

Gerüche beeinflussen unser Leben. Sie wecken Assoziationen und Emotionen. Doch wie riechen wir überhaupt? Wie unterscheiden wir zwischen dem Duft einer Rose und einer vollen Babywindel? Welche Gerüche empfinden wir als angenehm, welche als abstoßend? Forscher auf den Spuren eines komplexen Sinnesorgans.

In der Nase entdeckten Mediziner auf der Riechschleimhaut, die wenige Quadratzentimeter groß ist, rund 30 Millionen winzigster Riechzellen. Jede Riechzelle ist mit vielen Zilien bestückt, spezialisierten Zellfortsätzen, die in die Nasenhöhle hineinragen und von einer dicken Schleimschicht umgeben sind. Auf deren Oberfläche befinden sich Eiweiße (Rezeptoren), die Duftmoleküle binden können. Jede Riechzelle bildet nur einen ganz bestimmten Rezeptortyp aus.

Der Mensch besitzt etwa 400 verschiedene Duftrezeptoren. Besteht ein Duft aus vielen chemischen Komponenten, regt er mehrere Rezeptortypen an. Über komplexe Reaktionskaskaden wird die Duftinformation in elektrische Signale übersetzt, die über einen langen Nervenfortsatz an das Riechhirn (Bulbus olfactorius) weitergeleitet werden. Dort werden die elektrischen Impulse analysiert und in ein neues Erregungsmuster übersetzt, um die Informationen für höhere Gehirnzentren lesbar zu machen.

Die Aromatherapie begibt sich auf neues Terrain: Französische Wissenschaftler verwenden ätherische Öle bei vaginalen Infektionen. Ätherische Öle ergänzen ein Antibiotikum, um die Dauer der medikamentösen Behandlung zu verkürzen. Außerdem sollen Keime, die gegen Antibiotika resistent wurden, auf ätherische Öle empfindlicher reagieren als solche, die noch keinem Antibiotika-Angriff ausgesetzt waren. Wegen der antimikrobiellen Eigenschaften werden ätherische Öle auch in mancher Zahnarztpraxis zur Desinfektion bei Parodontose- und Wurzelbehandlungen genutzt.

Therapieablauf

In unserer Praxis erstellen wir eine ausführliche Anamnese, um mit Ihnen zusammen das richtige Öl zum aktuellen Befinden zu finden. Wir begleiten Sie bei seelischen und körperlichen Problemen. Sie können wunderbar bei einer ganz oder Teilkörper­massage entspannen. Im Rahmen einer F. X. Mayr-Therapie führen wir Entgiftungsmassagen durch.

Hinweis:
Diese Methode ist wissenschaftlich noch nicht durch alle Krankenkassen anerkannt und bedarf gegebenenfalls einen Einzelentscheid.


Dr. med. Gesine Petereit – Dresden